Schlüters an der Südküste von Fyn

Wir verabschieden uns von Langeland und reisen wieder zurück nach Fyn. Die Insel hat uns wieder – wir wollen nach Svendborg, ein bisschen bummeln in der Stadt und vielleicht ins Naturum, dem naturwissenschaftlichen Museum. Doch der Stellplatz am Yachthafen musste anscheinend einer Baustelle weichen und da laut unserer Apps sonst nix an Stellplatz offen hat, beschließen wir, an der Küste weiter gen Westen zu fahren.

Und das war eine sehr gute Entscheidung… Der Yachthafen in Fjællebroen empfängt uns mit offenen Armen und einem fantastischen Sonnenuntergang.

Wir stehen am Rand der Marina – und können weit über den Nakkebølle Fjord schauen… Toll! Wir richten uns ein und stellen den frisch geschnitzten Kürbis ans Vorderrad. Wir erkunden vor dem Abendessen noch den Spielplatz und kratzen unsere letzten Euros zusammen – hier muss Cash bezahlt werden. 1 Euro fehlt uns für die gewünschten 17 Euro für die Nacht. Wir hoffen, dass der Hafenmeister sich über das deutsche Bier freut, was wir ihm da gelassen haben 🙂

Besonders schön an diesem Platz ist es, dass der Øhavnsstien („Wanderweg des Inselmeeres“) genau an dem Hafen entlang führt. So machen wir einen wunderbaren Herbstspaziergang entlang eines kurzen Teils der 200 km langen Wanderstrecke. Wir entdeckten die Überbleibsel einer alten Turmhügelburg und lernten ein neues Teekesselchen: die Motte ist der Hügel in der Mitte der Burg.

Anschließend ging es weiter die 15 km bis nach Faaborg – weite Strecken gibt es hier wirklich nicht. Der Stellplatz an der Marina sprach uns aber nicht an, Rieke entschied dann: Ich will lieber Natur statt Stadt – und so fuhren wir zu dem kleinen Hafen 10 km nach Falsled.

Wir richteten uns im Hafen direkt am Hafenbecken (wieder mit Kürbis) ein – mit Blick auf die Insel Vigø und genossen wieder einen herrlichen Sonnenuntergang. Später mussten wir aber doch noch Mal umparken: Es drückte der Wind doch etwas zu stark gegen das Wohnmobil – die Lichterkette wackelte ordentlich… Mit den Kids auf dem Dach stellten wir uns mit dem Heck in den Wind und verbrachten anschließend eine ruhige Nacht.

Auch hier gibt es nette Wanderwege direkt ab Hafen – einmal direkt am Wasser – entlang einer Pferdekoppel (Emma war glücklich) oder auch inländisch in die Felder und Hügel. Das Dorf sah auch sehr hyggelig aus, aber da unsere Fähre um 11 Uhr von Bøjden nach Fynshavn fuhr (unser erster Termin in diesem Urlaub, was für ein Stress ;-)), beschlossen wir, dass wir lieber noch Mal wieder kommen, um in Ruhe alles zu entdecken.

Die Fähre war nicht wirklich groß, brachte uns aber sicher über den „Kleinen Belt“. Wir ließen uns ordentlich Wind um die Nase wehen und erhaschten die letzten dänischen Sonnenstrahlen.

Auf dem dänischen Festland statteten wir dem Leuchtturm Taksensand Fyr einen Besuch ab – leider fanden wir den Geocache im schönen Herbstwald nicht.

Anschließen ging es noch zum Blomeskobbel – einer Ansammlung von Hügelgräbern aus der Bronzezeit. Schon faszinierend, dass sie so lang so gut erhalten geblieben sind.

Unsere letzte Nacht verbringen wir heute Abend dann schon in Deutschland – wir sind im Landvergnügen wieder unterwegs, wieder in Oster-Ohrstedt in der Hofkäserei Backensholz. Wir freuen uns auf ein tolles Abschiedsessen.

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