Schlüters auf Fyns Hoved

Nach einem Plausch mit dem sehr netten Hafenmeister von „Dänemarks schönstem Naturhafen“ tauschen wir noch ein paar Gedanken und Ideen mit unserem isländischen Nachbarn (ebenfalls im Wohnmobil auf dem Weg nach Spanien) aus. Island… Das wäre auch noch mal was…

Generell sehen wir kaum Wohnmobile hier auf Fyn. Es ist wunderbar, keine Stellplatzsucherei, einfach treiben lassen. Auf unserem Trip heute begegnet uns genau eins!

Unser erster Stop gilt dem kleinen Städtchen Munkebo… Jan entdeckt von weitem schon einen Aussichtsturm, den wir dann auch direkt ansteuern. Er ist nicht riesig. Aber er wurde von Königin Margarete eingeweiht – also ist er doch besonders. Das Wetter klart in der Ferne auf. Hoffentlich haben wir noch Mal Glück heute.

Anschließend besuchen wir das Minibyen, das Minidorf von Munkebo. Ganz unscheinbar zeigt uns ein kleines Schild den Weg: und die nächste Stunde laufen wir durch detailgetreue Straßen von 1956 – der freundliche Däne mit Schürze spricht deutsch und nimmt sich viel Zeit.

Berichtet, dass der Verein alle Baumaterialen wie Tonziegel oder auch Mauersteine selbst fertigt. Die Arbeit beeindruckt uns und wir wollen den Verein unterstützen: nun haben wir einen Grund, in ein paar Monaten wieder zu kommen: wir haben ein Vogel-Futterhaus für den Vorgarten bestellt. So nehmen wir uns etwas Urlaub mit nach Hause.

Weiter geht’s nach Fyn Hoved, der nördlichsten Spitze von Fyn. Jan und Julia haben unabhängig von einander dort eine Markierung gesetzt – das kann ja nur super werden.

Das Naturschutzgebiet ist fantastisch, durch das gute Wetter (Sonne und fast windstill) genießen wir die Zeit umso mehr. Allein der Parkplatz direkt am Wasser ist schon besonders. Die Mädels stürmen direkt raus und sammeln Steine. Es ist auch relativ leer – 20 Autos stehen auf dem Parkplatz. Für einen Sonntag wirklich übersichtlich.

3 Kilometer wandern wir nach einem kurzen Mittagessen dann über die Landzunge. Direkt links neben uns fallen die Klippen ab, rechts knackt der elektrische Stromzaun in regelmäßigen Abständen. Die Mädels laufen vor, entdecken, staunen, klettern auf einen Baum… „Es ist sooo schön“ sagt Emma. Rieke spricht nicht gern über Gefühle. Aber ihr gefällt es auch – so sitzt sie mehrere Minuten mit ihrem Wanderstock in der Hand auf einem Stein und lässt den Blick in die Ferne schweifen.

Der Herbst ist ein wunderbare Reisezeit für die Insel Fyn. Uns gefällt es sehr.

Auf dem Rückweg zu unserem Stellplatz nach Kerteminde am Hafen halten wir noch zweimal: ein kleiner, unscheinbarer Strand lädt zum Verweilen ein. Die Mädels packen Gummistiefel und Sandspielzeug aus – wir Eltern genießen die Ruhe in der Sonne mit einem Kaffee.

Anschließend stoppen wir noch bei einem Hügelgrab aus der Steinzeit. Irre. So etwas haben wir noch nie gesehen. Kaum vorstellbar, dass es schon sooo alt ist.

Man konnte richtig in die Kammer reinkrabbeln – okay, Jan musste krabbeln, Rieke konnte gehen 😉 gut, dass wir immer ausreichend Taschenlampen an Bord haben.

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